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Impruneta
Die hervorragende Qualität der Terracotta (ital..- gekochte Erde) aus Impruneta ist weltweit bekannt. Durch den hohen Gehalt an Eisen- und Kupferoxyden der Tonerde und einem aufwendigem Brennvorgang wird die hohe Dichte sowie die charakteristische Farbgebung erreicht. Die geringe Wasseraufnahme ist Garant für die hohe Frostbeständigkeit dieser Tonwaren. Außerdem werden dadurch Kalkablagerungen verhindert und das Gefäß sieht auch im Regen "trockener" aus.
Bei der traditionsreichen Fertigung verwenden die Handwerker Gipsformen, in die der Ton von Hand eingebracht wird. Feine Haarrisse die beim Brennvorgang entstehen, Unebenheiten und teilweise Hand- und Fingerabdrücke lassen aus jedem Gefäß ein Unikat werden. Ein Stempel als Signatur gibt Auskunft über den Hersteller und den Herstellungsort.

Frostschutz
Grundsätzlich gilt, je weicher und poröser ein Material ist, umso mehr Wasser kann es aufnehmen. Normale Terracotta saugt sich zu stark voll und ist bei Frost besonders gefährdet, weil gefrierendes Wasser sich in einem erheblichen Maße ausdehnt. Das Kriterium für die Frostbeständigkeit ist deshalb der sogenannte Frost-Tauwechsel. Tagsüber Regen oder Tauwetter und Nachts Frost zerstört auf die Dauer jede nicht frostfeste, offenporige Keramik. Echte Terracotten aus Impruneta nehmen auf Grund ihrer Dichtigkeit nur wenig Wasser auf und sind deshalb auch in unseren Breiten frostfest. Aber vorsicht, frostfest heißt nicht automatisch auch winterfest! Jedes Pflanzgefäß, ob aus Eisen, Granit oder Keramik, kann durch die Ausdehnung von gefrierendem Wasser, wenn es nicht abfließen kann und sich im Gefäß ansammelt, gesprengt werden (siehe: Handhabung).
Man kann also klar sagen, dass die Frostbeständigkeit eine Frage des Materials ist, die Winterfestigkeit aber von der Behandlung abhängt.